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Sanitätsdienst für die Stadt
Ansichten zum Überdauern der Kunst
im öffentlichen Raum
Von Birgit Sonna
Bremen war bereits vor 30 Jahren federführend für Konzepte für Kunst im
öffentlichen Raum. Nun scheint von dort ein neuer, unerhörter Impuls
auszugehen. Nach einer Revision des Bestands an öffentlicher Kunst wurden 35
Werke in einen neuen Kontext versetzt, 2 Skulpturen sogar entsorgt.
"Moving the City" könnte bald international Schule machen - keineswegs
zu ungunsten der Kunst im öffentlichen Raum.
Der größte Moment eines Kunstwerks im öffentlichen Raum sei sein Abtransport,
mokierte sich der deutsche Künstler Jochen Gen einmal über das oft klägliche
Dasein der im Stadtraum aufgebauten Kunst. Wie sehr sich diese sarkastische
Übertreibung einmal zu einer positiven Zukunftsvision auswachsen könnte, war
dem im öffentlichen Raum erprobten Kulturarchäologen Gerz vermutlich Anfang der
Neunziger noch nicht zur Gänze bewusst. Wobei Gera schon seinerzeit die Imagination
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einer neuen Leere in der Stadt mit dem Verschwinden vorhandener Kunstwerke
gleichsetzte. Mehr und mehr werden heute Stimmen laut, die eine kritische
Überprüfung oder zumindest pflegliche Wartung der bis dato in unseren Städten
angesammelten Kunstwerke fordern. Die von einigen nach wie vor als bloßer
visueller Stolperstein empfundene Kunst im öffentlichen Raum hat eine
beachtliche Geschichte hinter sich. Während etwa in Deutschland seit den
siebziger Jahren von einer Kunst im öffentlichen Raum die Rede ist, kommt der
Schweiz mit der 1931 vom Kunsthaus Zürich ausgerichteten Schau
"Plastik" sogar die absolute Prioritätsrolle in Sachen
Freilichtpräsentation zu. Bei den seinerzeit exemplarisch innerhalb des Hafens,
des Strandbads, des Belvoirparks und an den Uferanlagen postierten Arbeiten von
Künstlern wie Albiker oder gar Thorak ging es darum, den urbanen Bedarf an
zeitgenössischer Skulptur zu signalisieren. Die Zürcher Idee, Skulpturen
jenseits des institutionellen Rahmens auf den Prüfstand ihrer stadträumlichen
Wirkung zu bringen, wurde allerdings erst nach dem Zweiten Weltkrieg wieder
aufgenommen. [....]
Der vollständige Text ist im Netz nicht
mehr verfügbar (Stand
9.10.2006)

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