Kunst im öffentlichen Raum - Art in Public Space       
                                                                          Zurück
 

 

 


BERLIN: Beheizte Stahlbänke
Florierende Branche: Rund 500 Millionen Mark werden in die "Kunst am Bau" investiert.



Aus FOCUS Nr. 18 (1997) - Von FOCUS-Korrespondentin Ulrike Plewnia


Der Bauboom an der Spree elektrisiert auch Kunsthändler und Künstler. Das gerade fertiggestellte Berliner "Kontorhaus Mitte" an der Friedrichstraße nutzen derzeit sieben Galeristen als ungewöhnliche Dependance. Ein neuer Trend, denn immer mehr Investoren schmücken ihre leerstehenden Bürohäuser mit Bildern und Skulpturen, bis sich die ersten Mieter finden. Die Galeristen erhoffen sich in der Hauptstadt aber auch ein Stück vom großen Kuchen "Kunst am Bau". Auf rund 500 Millionen Mark schätzt der Münchner Art Consultant Mathias Kampl das Auftragsvolumen, das in den nächsten Jahren in Berlin anfällt.
[.] Vor allem private Bauherren aus dem Ausland profilieren sich - immerhin aus freien Stücken - gern mit monumentalen Werken. Es sind oft engagierte Kunstsammler wie der Kosmetikerbe Ronald Lauder, der am früheren Checkpoint Charlie baut. Der



Projektentwickler Tishman Speyer ließ sich sein Kunstkonzept im Quartier 205 der Friedrichstadtpassagen mit Werken von John Chamberlain, Sol Le Witt und Joel Shapiro zwei Millionen Mark kosten. Bereits in Frankfurt hat der Immobilientycoon vor dem Messeturm mit Jonathan Borofskys einprägsamem "Hammering Man" ein kostspieliges Zeichen gesetzt. [.] Die türkische Bildhauerin Ayse Erkmen entwarf dafür - ganz im Sinne von Kaspar Königs Forderung nach "meditativer Wirkung und ortsspezifischem Charakter" - acht futuristische, technisch komplizierte Skulpturen: Ihre Stahlbänke können mit der Restwärme des neuen Kraftwerks im Winter beheizt werden, im Sommer kühlen. ...


Den vollständigen Text lesen Sie in  FOCUS Nr 18