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Der Bauboom an der Spree elektrisiert auch Kunsthändler und Künstler. Das
gerade fertiggestellte Berliner "Kontorhaus Mitte" an der Friedrichstraße
nutzen derzeit sieben Galeristen als ungewöhnliche Dependance. Ein neuer Trend,
denn immer mehr Investoren schmücken ihre leerstehenden Bürohäuser mit Bildern
und Skulpturen, bis sich die ersten Mieter finden. Die Galeristen erhoffen sich
in der Hauptstadt aber auch ein Stück vom großen Kuchen "Kunst am Bau". Auf
rund 500 Millionen Mark schätzt der Münchner Art Consultant Mathias Kampl das
Auftragsvolumen, das in den nächsten Jahren in Berlin anfällt.
[.] Vor allem private Bauherren aus dem Ausland profilieren sich - immerhin aus
freien Stücken - gern mit monumentalen Werken. Es sind oft engagierte
Kunstsammler wie der Kosmetikerbe Ronald Lauder, der am früheren Checkpoint
Charlie baut. Der
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Projektentwickler Tishman Speyer ließ sich sein Kunstkonzept
im Quartier 205 der Friedrichstadtpassagen mit Werken von John Chamberlain, Sol
Le Witt und Joel Shapiro zwei Millionen Mark kosten. Bereits in Frankfurt hat
der Immobilientycoon vor dem Messeturm mit Jonathan Borofskys einprägsamem
"Hammering Man" ein kostspieliges Zeichen gesetzt. [.] Die türkische
Bildhauerin Ayse Erkmen entwarf dafür - ganz im Sinne von Kaspar Königs
Forderung nach "meditativer Wirkung und ortsspezifischem Charakter" - acht
futuristische, technisch komplizierte Skulpturen: Ihre Stahlbänke können mit
der Restwärme des neuen Kraftwerks im Winter beheizt werden, im Sommer kühlen.
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Nr 18
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